Ein sehr guter Freund benötigt in der Nacht eine Atemunterstützung in Form von einer "Pumpe", die ständig einen kleinen Überdruck erzeugt. Diese Pumpe ist mit einem Netzteil 230/15V versorgt. Nun ist er auch Segler und hat dann keine 230V zur Verfügung. Darum habe ich ihm eine 12-V-Versorung gebaut, die ihn für eine Nacht "aufpumpt". Es handelt sich um einen handelsüblichen RC-Akku NiMH 12V 4,5 Ah. Eine Nacht benötigt 3 Ah - ausreichend Reserve also. Um diesen Akku zu laden, braucht es ein gutes Ladegerät, welches das Ladeende sicher erkennen kann. Die gängige Methode ist die "Delta-U"-Messung: Nachdem die Akkuspannung während des Ladevorgangs ständig ansteigt, sinkt sie am Ende des Ladevorgangs wieder und ist ein sicherer Indikator dafür, dass der Akku voll ist. Bei 15V Messspannung und 1024 Bit Auflösung des Analog-Digital-Konverters im Attiny45 bemerkt die Schaltung die abfallende Spannung ab etwa -15mV. Erst wenn dieses Sinken sich verstetigt und kontinuierlich über eine Minute anhält, wird das als Ladeende gewertet. 

Bascom-Quelltext

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Der Schaltplan:

Gesteuert durch einen Microcontroller Attiny45 wird der Ladestrom geschaltet. Über T2 wird das Gate von T1 auf Masse gezogen und T1 schaltet durch - der Akku wird aufgeladen. Der LM317 bildet mit dem 1,2 Ohm-Widerstand eine 1-A Konstantstromquelle. D1 entkoppelt die Versorgungsspannung vom Akku. R2/R3 bilden einen Spannungsteiler, der die Akkuspannung drittelt (15V/3 = VCC des Controllers und Vref!). Bleibt die Akkuspannung unter etwa 15V, kann der Microcontroller sie einwandfrei messen (15/3=5V). VR1 erzeugt 5V für den Controller. Mehr im Bascom-Code.

Die Platine: